Geografisches und Historisches von Feldkirchen an der Donau

Die Donau verlässt im Gebiet von Landshaag das romantische Engtal und fließt nun träge im Rückstauraum des Kraftwerkes Ottensheim in der Ebene nach Osten. Im Süden bildet sie die Grenze unseres Gemeindegebietes. Hatte die Donau schon in der Frühzeit eine enorme Bedeutung als Handels- und Verkehrsweg, so hat diese Bedeutung durch den Bau des Rhein-Main-Donaukanals stark zugenommen.

Das Aschacher Kachlet (eine Donaustrecke mit starkem Gefälle im Granitflussbett) war lange von Schiffsleuten und Händlern wegen der Strömungsgefahren gefürchtet. Bereits 1846-1848 erkannte man den Wert einer leistungsfähigen Wasserstraße und regulierte die vielen Donauarme- und Inseln zu einem einzigen Gerinne.

Heute ist der Donauraum in unserer Gemeinde ein vielbesuchtes Sport-, Naherholungs- und Wandergebiet, sowie eine beliebte Siedlungsfläche für Menschen, die die Nähe zur Stadt schätzen, aber auch die intakte Natur spüren möchten. Die Marktgemeinde Feldkirchen a.d.D. ist geprägt von der Donau im Süden, der fruchtbaren Ebene, dem Schotterschwemmland, und nach Norden hin vom Beginn des Mühlviertler Berglandes mit dem wildromantischen Naturschutzgebiet des Pesenbachtales.

Unsere Gemeinde war bereits in der Urzeit, Steinzeit und Bronzezeit Siedlungsgebiet. Funde in der Gemeinde (Mammutknochen; Stein-und Bronzebeile, Tonscherben etc.) belegen diese Erkenntnis. Die Bedeutung als Verkehrsweg, Durchzugs – und Siedlungsgebiet – an der Donau gelegen – bezeugen die Ruinen von mehreren Burgen, die größte davon die Ruine Oberwallsee oberhalb von Bad Mühllacken; ebenso die ehemaligen Wasserschlösser Mühldorf und Bergheim, sowie die beiden historischen Kirchen im Gemeindegebiet. Im Marktort Feldkirchen fällt besonders der freistehende Turm der Pfarrkirche auf und im Ort Pesenbach beherbergt die kleine gotische Filialkirche ein Juwel, einen wunderschönen gotischen Flügelaltar.
Dass das „Kurbad in Mühllacken“ schon 1526 vom Topographen Georg Matthäus Vischer erwähnt wird, weit früher als Bad Ischl, Bad Goisern oder Bad Hall, macht deutlich, welche Anziehungskraft diese Landschaft schon vor unserer Zeit ausgeübt haben muss.
Auch die Vorfahren unseres großen österreichischen Dichters Franz Grillparzer haben in unserer Gemeinde ihre Wurzeln.

Bis zum Jahre 1848, dem Revolutionsjahr, verwalteten unser Gemeindegebiet adelige Grundherren. Als Folge der Revolution wurde die Feudalherrschaft aufgehoben und politische Ortsgemeinden (Feldkirchen, Bergheim, Freudenstein, Lacken, Landshaag, Mühldorf und Mühllacken) im Pfarrsprengel Feldkirchen geschaffen. Diese Kleinstgemeinden, so zeigte sich bald, waren aus verschiedenen Gründen wirtschaftlich und verwaltungsmäßig nicht lebensfähig. Eine Zusammenfassung zur Großgemeinde Feldkirchen sollte die wirtschaftliche Basis schaffen, doch verhinderten vorerst Lokalpatriotismus und kleinkariertes Denken die Verwirklichung. So beschloss der Landtag des „Herzogtums Österreich ob der Enns“ (Österreich war zu dieser Zeit noch eine Monarchie und diese wurde erst nach dem Ende des 1. Weltkrieges 1918 abgeschafft) die Zusammenlegung der Großgemeinde und bereits ein Jahr später, am 9. Dezember 1875, wurden nach der konstituierenden Sitzung die ersten Funktionäre (Gemeindevorstand und Gemeinderäte) der Großgemeinde Feldkirchen an der Donau gewählt.

Die ersten Funktionäre der Marktgemeinde Feldkirchen an der Donau:
Gemeindevorsteher:

Franz Thaller, Gastwirt in Feldkirchen
Gemeinderäte:
Sebastian Brandstätter, am Fingerneißlgut in Unterlandshaag
Michael Steinberger, am Grubergut in Oberhart
Georg Pirngruber, am Zehetnergut in Weidet
Karl Allerstorfer, am Hausbauerngut in Freudenstein
Georg Pichler, am Fürstbergergut in Oberwallsee

Heute trägt unsere Gemeinde den Titel „Marktgemeinde“ und führt ein eigenes Gemeindewappen, beide wurden von der OÖ Landesregierung verliehen. Das Gemeindewappen wurde vom wissenschaftlichen Konsulenten der OÖ Landesregierung Herrn Herbert Erich Baumert, entworfen.

pdf_iconMittelalterliche Geschichte von Feldkirchen (PDF, 2,8 MB)

pdf_iconBedeutende Adelsgeschlechter und Herrschaftsinhaber in der Marktgemeinde Feldkirchen a.d.D. (PDF, 1,4 MB)

pdf_iconOberwallsee in alten Ansichten Teil 1 (PDF,12 MB)

pdf_iconOberwallsee in alten Ansichten Teil 2 (PDF, 16 MB)

pdf_iconOberwallsee in alten Ansichten Teil 3 (PDF,14 MB)

pdf_iconOberwallsee in alten Ansichten Teil 4 (PDF, 12 MB)